Social Media News: Abmahnung für Schleichwerbung auf Instagram, YouTube & Co

Instagram Schleichwerbung
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In den sozialen Medien macht sich eine Abmahnungswelle breit. Immer mehr Nutzer müssen hohe Bußgelder für vermeintliche Schleichwerbung in Beiträgen zahlen. Was genau unter Schleichwerbung fällt und gekennzeichnet werden muss sowie alle wichtigen Infos zum Thema Werbung auf Sozialen Netzwerken, findet ihr hier.

werbung auf social media

Werbung auf Social Media ist inzwischen ein fester Bestandteil vieler Plattformen wie Instagram, YouTube & Co. Unternehmen machen sich den Einfluss und die Reichweite von Bloggern und Influencern zu Nutze, indem sie ihre Produkte über diese vermarkten. So bietet sich ihnen die Möglichkeit bestimmte Zielgruppen erfolgreich zu erreichen. Trotzdem führt das Thema Werbung immer wieder zu großer Verwirrung. Besonders in den letzten Monaten sorgte eine Abmahnungswelle auf der Bildplattform Instagram für große Empörung. Grund dafür sind eine unklare Rechtslage auf Social Media und Beiträge, die nicht eindeutig als Werbung gekennzeichnet sind und somit Schleichwerbung enthalten können. Um sich vor Abmahnungen oder gar Bußgeldern zu schützen, gehen viele Influencer und Blogger auf Nummer sicher und versehen einen Großteil ihrer Beiträge mit Hashtags wie #werbung, #anzeige oder dem Hinweis "Werbevideo".

Was muss als werbung markiert werden?

Social Media Werbung
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Laut einem Gastbeitrag auf der Website allfacebook.com handelt es sich dann um Schleichwerbung, wenn der Verbraucher über eine Werbeintention getäuscht wird und somit Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen nicht eindeutig erkennbar sind. Trotzdem lässt die Definition noch Raum für Unklarheiten, die gerade für Kanäle mit großer Reichweite viele Fragen aufwerfen.

Rechtlich gesehen müssen nur Produkte mit kommerziellem Zweck, sobald also beispielsweise eine Kooperation zwischen einem Unternehmen und einem Influencer besteht, für die Follower erkennbar sein. Auf Instagram sichern sich indessen viele User so ab, dass alle Beiträge mit namentlicher oder visueller Markennennung mit Werbung markiert werden, selbst wenn keine wirtschaftliche Intention vorhanden ist. Dies trifft auch auf die Verlinkung von Orten und Personen zu. Wer dies nicht tut, nimmt Abmahnungen oder Bußgelder für vermeintliche Schleichwerbung in Kauf. Grund dafür ist eine Entscheidung des Landesgerichts in Berlin, demnach auch die Präsentation von Geschenken und Selbstgekauftem Werbung darstellt. Mehr dazu findet ihr hier

Transparenz durch werbemarkierung auf social media?

Blogger und Influencer betonen immer wieder auf Social Media, dass die Transparenz für ihre Follower verloren ginge, sobald alles als Werbung gekennzeichnet werde. Demnach können Fans nicht mehr zwischen bezahlten Werbekooperationen und Empfehlungen differenzieren. Aus diesem Grund greifen viele Nutzer auf Hashtags wie #werbungwegenmarkennennung und #werbungselbstgekauft zurück. Auch auf YouTube wurde das Thema Werbung auf Social Media breit diskutiert.

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