Der #SoMeMo-Guide | Teil 3

Monitoring Guide, Forschungsweb
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In Teil 2 unseres kleinen #SoMeMo-Einmaleins haben wir Quellen, Medientypen und Autoren näher betrachtet. Artikel 3 soll zeigen, dass gefundene Beiträge noch anders eingeteilt werden können. Hierbei wird eine Betrachtung auf Quellen-Basis unter Berücksichtigung der kommunizierenden Autorengruppen vorgenommen. Bei den von uns erstellten Analysen legen wir zumeist die Einteilung in Presse, PR und Social Web zugrunde.

 

Was unterscheidet die Bereiche Presse, PR und Social Web? Um diese Unterteilung vornehmen zu können, müssen zum einen die Quellen und zum anderen die Autoren betrachtet werden:

 

Monitoring Guide, Forschungsweb
Bildquelle: ForschungsWeb GmbH

Unter PR fallen alle Quellen, auf denen Pressemitteilung eingestellt und verbreitet werden. Das sind zum einen die Seiten der Unternehmen oder Presseagenturen selbst aber auch spezielle Portale, in denen nur Pressemitteilugen eingestellt werden. Autoren sind hier Organisationen. Unter Pressekommunikation fallen klassische Nachrichtenseiten und Seiten, hinter denen klar eine professionelle, unabhängige Redaktion erkannt werden kann. Die Autoren sind hier Journalisten bzw. Redaktionen.

 

Halten wir fest: Bei Presse und PR können Autorengruppen eindeutig zugeordnet werden.

 

Im Social Web kann eine Vielzahl an Autorengruppen identifiziert werden. Das Social Web umfasst ebenfalls ein großes Spektrum an unterschiedlichen Medientypen, die Kommunikation selbst ist klar durch den Web 2.0-Gedanken geprägt. Hier finden sich Beiträge und Interaktionen von Kunden, Interessenten und Privatpersonen. Das umfasst Blogartikel, Forenkommunikation oder Kommentare auf klassischen Nachrichtenseiten sowie Tweets und Posts in sozialen Netzwerken. Aber auch die Autorengruppe „Presse“, also Journalisten und Redaktionen, nutzt das Social Web. Beispielsweise verbreiten Redaktionen Hinweise auf ihre Presseartikel auf Twitter oder Facebook – das Social Web wird hier also genutzt, um andere Nutzer auf die Presseseiten zu führen.

 

Doch warum diese Einteilung?

 

Eine Unterteilung der Kommunikation in Presse, PR und Social Web ist besonders sinnvoll, wenn man die kommunizierten Themen genauer betrachtet. So kann beispielsweise abgelesen werden, welche Themen auf die Pressearbeit eines Unternehmens zurück zu führen sind, welche von Journalisten initial gestreut wurden und welche durch Interessenten oder Kunden veröffentlicht werden. Auch bei der Erfassung der Tonalität sind Unterschiede zwischen PR, Presse und der Kommunikation im Social Web festzustellen. Sowohl PR- als auch Presse-Beiträge sind von der Tonalität her zumeist neutral einzustufen. Werden hier trotzdem negative Stimmen entdeckt, kann das beispielsweise auf PR-Krisen hinweisen.

 

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