Social Media News Mai 2016: Social Media - Richtlinien zur Erfolgsmessung

Richtlinien zur Erfolgsmessung
Bildquelle: deathtothestockphoto.com, ForschungsWeb GmbH

In dieser Ausgabe betrachten wir Anwendungsbeispiele, den neue Leitfaden des BVDW zur Vereinheitlichung der Social-Media-Erfolgsmessung sowie eine 10-Punkte Checkliste für ein effektives Social Media Monitoring. 

 

Richtlinien zur Social Media-Erfolgsmessung

Richtlinien Erfolgsmessung
Bildquelle: bvdw.org

Immer mehr Unternehmen, Organisationen und Vereine haben den Einfluss sozialer Medien erkannt und nutzen diese Kanäle, um beispielsweise ihre PR-Arbeit, das Markenimage oder das Kundenbeziehungsmanagement zu verbessern. Doch was bringt das Engagement auf Twitter, Youtube & Co. tatsächlich? Welchen Beitrag leisten die Social Media-Aktivitäten zum Erfolg des Unternehmens? Zur Klärung dieser Fragen veröffentlichte der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) einen Leitfaden zur Vereinheitlichung der Social-Media-Erfolgsmessung und gibt einen Überblick über das zugrundeliegende Modell.

 

Die wenigsten Unternehmen definieren, welchen konkreten Wertschöpfungsbeitrag die Social Media-Aktivitäten zur Erreichung der Unternehmensziele leisten sollen. Hier setzt der Leitfaden an und empfiehlt als ersten Schritt die Festlegung von Unternehmens- und Abteilungszielen. Anschließend müssen Bereichsmaßnahmen abgeleitet und Key-Performance-Indikatoren bestimmt werden um Aussagen über den Wirkungsgrad der Maßnahme treffen zu können. Zu guter Letzt werden passende Erhebungs- (z.B. Social Media Monitoring) und Analysemethoden (z.B. Inhaltsanalyse von Social Media-Beiträgen) gewählt.

 

Die Richtlinie enthält KPIs und Messmethodiken speziell für Social Media-Maßnahmen in den Bereichen Kundengewinnung, Kundenbindung, Kostensenkung/Produktivitätszuwachs und Sicherung der Handlungsautonomie. Diese Indikatoren sollen bei der Einschätzung helfen, ob die ergriffenen Maßnahmen zur Zielerreichung beigetragen haben und ob dadurch übergeordnete Unternehmensziele, wie z.B. Umsatzsteigerung, erreicht wurden.

 

Anwendungsbeispiele von Toolanbietern

Toolanbieter Beispiele
Bildquelle: metacommunication.com

Zur Veranschaulichung der vielfältigen Analysemöglichkeiten im Social Media-Bereich präsentieren Agenturen und Toolanbieter gerne Beispielfälle.

 

Ubermetrics betrachtet in einem auf LEAD-DIGITAL veröffentlichten Artikel am Beispiel Lieferheld zunächst die Anzahl der Nennungen im Zeitverlauf um herauszufinden welches Event zu welchem Zeitpunkt ein hohes Kommunikationsvolumen erzeugt. Die darauffolgende Medienanalyse zeigt eine beträchtliche Anzahl an Beiträgen außerhalb der üblichen Social Media-Kanäle. Mithilfe einer Viralitätsanalyse konnten nun besonders relevante Beiträge gefunden werden und der Auslöser der Kommunikation, eine Gutscheinaktion, identifiziert werden.

 

Socialbakers hingegen wertet die Aktivitäten der NASA auf onlinemarketing.de nach Channel getrennt aus. Durchschnittlich postet die Weltraumbehörde sieben Mal am Tag auf Facebook, bespaßt seine Follower mit ein bis zwei Bildern auf Instagram, twittert 300 Mal pro Monat und veröffentlicht 675 Videos pro Jahr. Durch Influencer, wie die Band „One Direction“, Tweets von Astronauten und vorbildlichem Storytelling gelingt es der NASA immer neue Fans und Follower zu ergattern und Buzz zu generieren.

 

META erfasste bei der Analyse der Social Media Aktivitäten der größten Lebensmittelhändlers Österreichs insgesamt über 40.000 relevante Beiträge und rankte SPAR mit 38% der Nennungen auf Platz 1. Dahinter folgten die REWE Group (22%), Hofer KG (22%), Zielpunkt (10%) und Lidl (8%).Die Themen Halal-Fleisch, Hofer-Scherze zur Wahl des Bundespräsidenten und die Insolvenz des Discounters Zielpunkt sorgten für erhöhte Kommunikation im Social Web.

 

Kleine Checkliste in schönem Layout

Für Einsteiger stellt Talkwalker eine 10-Punkte Checkliste für ein effektives Social Media Monitoring bereit und erklärt anschaulich welche Schritte neben Planung, Anpassung und Reporting notwendig sind.

 

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