Emoji-Hype - The Digital Language of Love

Emoji, Forschungsweb
Bildquelle: deathtothestockphoto.com, ForschungsWeb GmbH

Jeder kennt sie, die meisten benutzen sie: die Emojis. Die kleinen Gesichter findet man fast überall. Egal ob Facebook, Twitter oder Whats App. Das Unicode-Konsortium macht’s möglich. Die gemeinnützige Organisation, hinter der Mitglieder aus Google, Apple und Co. stehen, definiert die verschiedenen Symbole und gibt sie anschließend heraus.

 

Nutzung Von Emojis

Obwohl die Emojis heutzutage nichts Besonderes mehr sind, werden doch viele falsch benutzt. So wird der Emoji mit gefalteten Händen oft mit einem High-Five verwechselt. Aber auch das schnaufende Gesicht wird vor allem im Westen anders verstanden. Im asiatischen Raum, wo die Emojis auch herkommen, wird dieses Symbol als Ausdruck des Triumphs benutzt. Emojis, zu denen auch die Facebook Reactions gehören, ermöglichen nicht nur das darstellen von Emotionen, sondern können durch verschiedenste Bildformen ganze Geschichten darstellen und dies mit minimalem Aufwand und Zeichenfolge.

 

Doch wann ersetzte der lachende Smiley das geschriebene LOL?

Erfunden wurden die Emojis wie auch die Emoticons aus Platz- und Zeitmangel sowie um Missverständnissen vorzubeugen. Denn bei 140 erlaubten Zeichen wie bei Twitter ist jedes Wort, das durch ein einziges Symbol ersetzt werden kann, wertvoll. Auch Sarkasmus wirkt mit einem „;-)“ doch etwas unverfänglicher. Die Farbe zu den Strichmännchen brachte dann der Japaner Shigetaka Kurita dazu.

 

Was hat sich seit der Erfindung der Emojis getan?

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Bildquelle: twitter.com/WWF

Mittlerweile wurden ganze Bücher rein aus Emojis geschrieben und Oxford Dictionary hat das Emoji ‚Face with Tears of Joy‘ zum Wort des Jahres 2015 bestimmt. Außerdem haben viele Firmen das kleine Bildchen für Ihr Marketing erkannt und genutzt. Pünktlich zum Super Bowl 50 verkaufte Twitter Emojis mit Super Bowl Thema teils im Millionen Bereich. Auch die WFF Kampagne #EndangeredEmoji sorgte für Aufsehen. So wurden tierische Emojis dazu genutzt um auf gefährdete Tierarten aufmerksam zu machen. Doch Worte vollständig ersetzen werden die kleinen Zeichen wohl nicht. Vielmehr ergänzt der Emoji durch eine Gefühlskomponente, um das Geschriebene nicht so hart wirken zu lassen.

 

Wirft man einen Blick in die Zukunft, so hört der Hype um die Emojis nicht auf. Im August 2017 kommt der Animationsfilm „The Emoji Movie“ von Sony Pictures in die Kinos. Im Film sollen die Emojis eine Reise durch verschiedene Apps wie beispielsweise Spotify beschreiten.

 

Eine weitere Erneuerung machte dieses Jahr in Facebook seine Runde

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Bildquelle: Facebook

Der wohl bekannteste Emoji in den sozialen Netzwerken ist der Like-Button. Viele der Facebook-User wünschten sich einen Dislike Knopf. Doch der wurde der Community verweigert. Dafür gab es fünf weitere Symbole mit denen verschiedene Gefühle ausgedrückt werden können. Seit der globalen Einführung im Februar 2016 können Beiträge nun mit Emotionen wie Love, Haha, Wow, Sad und Angry versehen werden. Dass sich diese Buttons mittlerweile eingewöhnt haben zeigt auch eine Analyse von Fanpage Karma. Die Auswertung von 1,3 Millionen Posts hat ergeben, dass das Love Reaction mit großem Abstand auf Platz eins thront unter den neuen Alternativen zum Like-Button. Auf Platz zwei der am häufigsten verwendeten Reactions findet sich das Haha wieder. Trotzdem wird der typische Like-Button noch 20-mal häufiger betätigt als die Reactions zusammen.

 

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