Das steckt dahinter – 4 Fragen an socialBench

Interview socialBench, Forschungsweb
Bildquelle: deathtothestockphoto.com, socialBench, ForschungsWeb GmbH

In unserer Blogreihe „ForschungsWeb fragt nach…“ interviewen wir regelmäßig Anbieter von Social Media Monitoring Tools. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und lassen noch mehr Tool-Anbieter und Social Media-Profis zu Wort kommen. Denn auch wir wissen, dass es zahlreiche Tools ohne Monitoring-Komponente am Markt gibt, die den Arbeitsalltag im Online-Bereich erleichtern, aussagekräftige Daten liefern oder auch als Planungshilfen dienen. Mit diesem Post fällt der Startschuss zu unserer neuen Interviewreihe „Das steckt dahinter“. Wir freuen uns sehr, dass uns Martin Blazek, COO der socialBench GmbH, für das erste Interview zur Verfügung stand.

 

Was deckt Ihr Tool ab und seit wann gibt es Ihre Lösung am Markt?

Interview socialBench
Bildquelle: socialBench

An dieser Stelle möchte ich gerne reflexhaft antworten: “Natürlich alles”. Aber das wäre selbstredend Unsinn, denn die Eier legende Wollmilchsau existiert nicht. Aber wie wir aus unserer eigenen Agenturerfahrung wissen, gibt es typische Aufgabenbereiche im Social Media Marketing, mit denen sich Teams regelmäßig oder gar täglich auseinandersetzen müssen.

 

Für diese Bereiche stellen wir in unserer Marketing Suite modulare Lösungen in einer einheitlichen Oberfläche bereit, die dabei helfen, das Ganze effizienter, komfortabler und fehlerfreier zu gestalten. Wer Redaktionspläne mit Excel selbst bauen darf oder bei Abstimmungsprozessen zwischen Agentur und Kunde schnell mal 30 E­Mails für das nächste Valentinstagsposting beisammen hat, weiß sofort, was ich meine und wo sich Optimierungspotenzial bietet.

 

Konkret heißt das einmal durchdekliniert: Wir haben im Bereich Engagement mit dem Publisher einen Redaktionsplaner an Bord. Das wäre dann der Part, den Marken nutzen, um sich selbst in Social Media zu präsentieren und die Kunden von morgen zu begeistern. Unser Wallmanager ist dann das Moderations­/Community­Management­Tool, mit dem Unternehmen auf all die Nutzerstimmen reagieren, die Fragen, Lob und Kritik äußern und vielleicht erst durch die zuvor distribuierten Inhalte “angefixt” wurden.

 

Darüber hinaus bieten wir einen Appbaukasten an, mit dem sich Microsites/Landingpages mit Adventskalendern, Gewinnspielen und so weiter erstellen lassen. Wenn das reine Bespielen der Social­Media­Kanäle mal nicht reicht, um Leads zu generieren oder Websitetraffic zu erzeugen.

 

Die allumfassende Klammer stellt dann unser Analyticsmodul dar, mit dem übrigens 2011 alles bei socialBench begann. Hier gehts dann zur Erfolgskontrolle und Strategieoptimierung um die KPI­Messung der Social­Media­Kanäle, geschalteter Anzeigen und des Websitetraffics. Natürlich auch ums Benchmarking des Wettbewerbs.

 

Worin sehen Sie die größten Stärken Ihrer Lösung? Was ist die Besonderheit gegenüber anderen Anbietern?

Die Antwort mag auf den ersten Blick aus dem Mund eins Software­as­a­Service­Technologieanbieters skurril erscheinen, weil man das mantraartige Herunterbeten von Features erwarten könnte: Unsere Mitarbeiter. Es ist häufig üblich, dass Kundenservice sich auf reinen Support per E­Mail und Chatfunktion beschränkt. Unser Credo war es schon immer, hier mehr zu bieten. Wir stellen jedem Kunden einen persönlichen Account Manager zur Seite, der auch telefonisch erreichbar ist und sich beileibe nicht nur um Fragen zum Tool kümmert, sondern auch berät, warum diese oder jene Metrik vielleicht sinnvoller für die in vier Stunden fällige Vorstandsvorlage ist.

 

Darüber hinaus lehnen sich Datenschützer und Hausjuristen bei uns immer sehr schnell entspannt zurück. Unserer Server stehen in Deutschland, sind ISO­zertifiziert und wir in Audits auf Herz und Nieren geprüft worden. Das muss auch so sein, da wir viele Banken zu unseren Kunden zählen, bei denen Datensicherheit naturgemäß ein sehr sensibles Thema ist.

 

Unsere dritte Stärke grenzt uns auch von vielen Wettbewerbern stark ab: Die socialBench Marketing Suite ist modular aufgebaut und kann auch modular beauftragt werden. Wer nur den Publisher benötigt, zahlt auch nur für die zugehörige Lizenz. Wir haben in der Vergangenheit ziemlich häufig gehört, dass manche Marktteilnehmer eine “Kaufe alles oder nichts!”­Schiene fahren. Speziell für KMUs mit begrenztem Budget, aber Bedarf an Toolunterstützung ist das augenscheinlich ein Problem.

 

Der Bereich Social Media ist ständig im Wandel. Was denken Sie, wo geht die Reise hin?

Ich sagte eingangs, die eierlegende Wollmilchsau gebe es nicht. Generell geht die Reise aber tatsächlich in diese Richtung.

Die meisten der heutigen Anbieter von Marketing Suites haben in einer einzigen Sparte angefangen. Bei uns war es Analytics, bei anderen ist es das Community Management oder auch der Anzeigenbereich gewesen. Die absolute Majorität der Toolbetreiber nahm dann nach und nach weitere Bereiche ins Portfolio auf, weil Kunden zunehmend verstärkt Kombinationen wie Analytics und Engagement anfragten.

 

Grundsätzlich ist der Wunsch nachvollziehbar: Viele Tools zu verwenden bedeutet erhöhten Verwaltungsaufwand durch mehrfache Rechnungslegung, es gibt keine zentralen Ansprechpartner und z.B. auch keine übergreifenden Reportings, die auf einen Blick sagen, wie gut Marke X sich denn nun im Social Web anstellt.

 

Man kann das ganz gut an der Entwicklung von Unterlagen für Pitches nachvollziehen: Vor vier Jahren stellte man uns ausschließlich Fragen zu Analytics-Funktionalitäten. Vor zwei Jahren gab es in so gut wie jeder Excelliste zusätzlich die optionalen Punkte “Community Management” und “Redaktionsplanung”. Heute sind diese Punkte üblicherweise Pflicht, stattdessen taucht “Monitoring” optional auf. Es ist offensichtlich, wie sich dies weiterentwickelt.

 

Es klingt immer sehr hochtrabend, Software als “holistisch” zu bezeichnen. Dennoch ist es genau dieser ganzheitliche Ansatz, den Unternehmen verfolgen und dem sich kein Anbieter auf diesem Planeten entziehen können wird, der mehr als ein reines Nischendasein fristen möchte.

 

Was steht als nächstes auf der Roadmap für Ihr Tool?

Momentan betreiben wir gebündelte Produktpflege und überarbeiten unser Analyticsmodul bis Januar 2016 komplett, um die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen und von unseren Kunden angefragte Features nahtlos zu implementieren.

 

Strategisch gesehen das zitierte Monitoring, ganz klar. Es wäre auch sträflich, dies als Notwendigkeit der nächsten zwei Jahre zu identifizieren und dann zu ignorieren 

 

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