Social Media Monitoring News – Januar 2017

In dieser Ausgabe der SoMeMo-News stehen besonders Bild-Plattformen und deren optimale Nutzung im Vordergrund. Dafür betrachten wir den Einfluss von Bildern und Emojis auf Interaktionen im Social-Media-Bereich und gehen auf die zunehmende Wichtigkeit der Bilderkennung im Social Media Monitoring ein. Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf die Möglichkeiten für das Employer Branding durch Social Listening und erläutern die Funktionen, Gefahren und Entwicklungen von Social Bots.

Bilder und Emojis: Einfluss auf Social Media Interaktionen

Quelle: salesforce.com

Bildbasierte Plattformen wie Instagram, Snapchat oder Pinterest gewinnen im Social Media (Monitoring) Bereich zunehmend an Bedeutung. In einem Artikel auf socialmediatoday.com geht Gründer und CEO AJ Ghergich auf Möglichkeiten zur Verbesserung des Social Media Engagement ein und bedient sich dabei einer im Dezember 2016 veröffentlichten Infografik der Firma Salesforce. Darin wird vor allem die zunehmende Wichtigkeit des Einsatzes von Bildern im Social Media- sowie Monitoring-Bereich deutlich. Beispielsweise verarbeitet das Gehirn Bilder 60.000-mal schneller als Text und behält durchschnittlich 80 Prozent des Gesehenen. Geschieht die Informationsaufnahme rein auditiv, erinnert man sich drei Tage später an lediglich 10 Prozent davon – bei audiovisueller Informationsaufnahme sind es 65 Prozent. Auch der Einsatz von Farben erhöht die Aufmerksamkeit.

Somit lassen sich durch den Einsatz von Bildern nicht nur Social Media Interaktionen steigern – im Zeitalter von Instagram und Snapchat ergeben sich auch für Social Media Manager kontinuierlich neue Aufgaben (Markenpräsenz im Vergleich zum Wettbewerb, Überprüfung gefälschter Produkte, usw.). Daher scheint es nur wenig verwunderlich, dass die Nachfrage nach Bilderkennungs-Software oder Image-Analysis im Monitoring-Bereich, besonders von Seiten der Markenmanager, stetig zunimmt.

Nicht nur Bilder nehmen Einfluss auf die die Informationsaufnahme, auch Emojis beeinflussen Social Media Interaktionen. Diese  ersetzen im digitalen Raum die Mimik von Menschen und bewirken zugleich, dass diese sich besser in das Geschriebene hineinversetzen können. Wie ein auf quintly.com veröffentlichter Artikel verrät, haben Instagram-Postings ohne Emojis eine durchschnittliche Interaktionsrate von 1,77, wohingegen Posts mit Emojis einen Wer von bis zu 2,07 aufweisen. Veröffentlichungen mit Bildsymbolen steigern die Interaktionsrate folglich um 17 Prozent. Entscheidend ist dabei zugleich die richtige Verwendung. Wie die untenstehende Grafik zeigt, gibt es auch hier Hierarchien in der Nutzung. Ein Kamera-Emoji, gepaart mit einem Bild auf Instagram, wäre in der Theorie beispielsweise eine gute Voraussetzung für ein Posting mit hoher Engagement- und Interaktionsrate.

Quelle: quintly.com

Verbesserung des Employer Branding durch Social Listening

In einem kürzlich erschienenen Gastbeitrag von Martin Grothe auf zeit.de spricht sich dieser für die Möglichkeiten zur Verbesserung des Employer Branding durch Social Listening aus. Durch kontinuierliches Zuhören (Social Listening) der relevanten Zielgruppen ließe sich das Arbeitgeber-Image stärken sowie die Bekanntmachung der Marke steigern. Darüber hinaus könne man qualifiziertere Fachkräfte gewinnen. Dies erfordere jedoch eine neue Kommunikationsstrategie. Da Social Media und Digitalisierung im Wettbewerb um Fachkräfte eine immer größere Rolle spielen, müssten Firmen beispielsweise in den Foren ihrer Zielgruppen und Bewerber aktiv sein. „Derzeit sind – erstaunlicherweise – nur wenige Arbeitgeber so aufgestellt, dass sie auf den digitalen Hotspots ihrer Zielgruppen präsent sind und kontinuierlich zuhören“, erklärt Grothe. Gerade für kleinere Unternehmen, die abseits der Metropolen sitzen, stellt die Digitalisierung daher eine Gelegenheit für mehr Chancengleichheit dar.

Funktionen und Gefahren von Social Bots

Immer häufiger liest man von Social Bots, die in den sozialen Netzwerken versuchen, Trends oder Meinungen bezüglich politischer Debatten oder öffentlicher Abstimmungen zu beeinflussen. Dabei handelt es sich meist um „automatisierte Accounts in den sozialen Netzwerken, die als ,Chat-Bots‘ oder einfache künstliche Intelligenz Routineaufgaben übernehmen, oder aber als ,Social Bots‘ ihre wahre Identität verschleiern, und den Nutzern vorgeben, sie wären echte Menschen“, erklärt Prof. Dr. Simon Hegelich, Hochschule für Politik an der Technischen Universität München. Durch automatisch generierte Inhalte (zum Beispiel  Fake News) oder Interaktionen nehmen sie Einfluss auf den Meinungsbildungsprozess der Öffentlichkeit in den sozialen Netzwerken, ohne, dass diese es mitbekommt. „Das Beeinflussungspotenzial – der sogenannte ,Bot-Effekt‘ – ist theoretisch sehr groß, lässt sich empirisch aber nur schwer nachweisen“, heißt es in Hegelichs Artikel. Nicht zuletzt bei der US-Präsidentschaftswahl sowie der Brexit-Debatte soll die Verwendung von Bots eine signifikante Rolle gespielt haben. Auch in Deutschland ist der Einsatz von Bots im Zuge der anstehenden Bundespräsidenten- und Bundestagswahlen denkbar.  Aufklärung sowie ein transparenter und kompetenter Umgang mit Social Bots scheinen daher unerlässlich.

 

ÜBER DIE #SOMEMO-NEWS:

Einmal im Monat erstellt das ForschungsWeb-Team einen kleinen Rückblick zu den relevantesten Themen des Monats im deutschen Sprachraum für den Bereich Social Media Monitoring und Analytics. Die Themen werden auf Basis unseres Monitorings zum Suchwort „Social Media Monitoring“ identifiziert. Dabei werden Meldungen ausgewählt, die für unsere Blogleser einen inhaltlichen Mehrwert bieten.

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