Social Media Monitoring News – Dezember 2016

Nach den Weihnachtsfeiertagen melden wir uns gut erholt zurück im neuen Jahr 2017. Zuvor blicken wir noch einmal auf die Social Media-Ereignisse des Dezembers. Diese Ausgabe der SoMeMo-News dreht sich vor allem um eine aktuelle Studie des BVCM zur Rolle der Social Media- und Community-Manager, Prognosen für das Jahr 2017 sowie den Social Buzz zu Weihnachtskampagnen.

 

Social Media- und Community-Management 2016

Ende November veröffentlichte der Bundesverband Community Management e.V. für digitale Kommunikation und Social Media (BVCM) eine Studie zum Social Media- und Community-Management 2016.  Da die Studie hauptsächlich im Dezember in Umlauf war, wurde sie Teil unserer aktuellen SoMeMo-News. Es handelt sich um die zweite Auflage der Studie.

Die Studie umfasst Ergebnisse aus 322 vollständig ausgefüllten Fragebögen und liefert Einblicke in die Rollen und Aufgabengebiete von Social Media-Managern. Zugleich liefert die Fortsetzung der Studie Vergleichswerte zur Vorjahresstudie und somit zusätzliche Erkenntnisse. Ziel der Studie ist es, die Professionalisierung der Berufsbilder im Bereich der digitalen Kommunikation voranzutreiben und Kenntnis der Arbeitsbedingungen und Tätigkeiten im Social Media- und Community-Management zu erlangen.

Quelle: bvcm.org/

Bereits zu Anfang des Reports wird ein altbekanntes Problem genannt: die Integration der Social Media-Manager in die Unternehmenskultur und abteilungsübergreifende Bereiche. Auch abteilungsintern stehen den Social Web-Managern nur selten die nötige Zeit oder Mittel zur Verfügung: „Nur etwa ein Drittel der Befragten gibt an, viel oder sehr viel Zeit mit der Leitung von Projektteams, der Ausbildung und Weiterentwicklung von Mitarbeitern oder der Koordination von Dienstleistern zu verbringen“, heißt es im Report. Die Studie zeigt außerdem den Mangel an Weiterbildungsangeboten im Community Management auf. Zwar verfügt die Mehrheit der Befragten über einen Hochschulabschluss (71%), mehr als zwei Drittel der Teilnehmer haben jedoch keine Weiterbildung im Social-Media- und/oder Community-Management absolviert. Zusätzlich gaben 55% der Social Media- und Community-Professionals an, ihr Training durch Mitarbeiter der eigenen Organisation erhalten zu haben. Zwar mag dies u.a. daran liegen, dass das Social Media-Branche als solche relativ neu ist, es deutet jedoch zugleich darauf hin, dass Möglichkeiten und Zeit zur Weiterbildung dringend benötig werden, wenn man das Arbeitsfeld Social Web voranbringen möchte.

Auch Jobtitel und Einkommen variieren stark und sind bisher alles andere als einheitlich. „Manager Digital Communication“, „Head of Social Media“, „Web Content Manager“ und „Community-Stratege“ sind nur einige der Berufsbezeichnungen innerhalb des Social Media-Bereichs. Durchschnittlich liegt das Bruttojahresgehalt der meisten Social Media- und Community Manager zwischen 30.000 € und 39.000 € im Jahr. Auffällig ist hierbei: ältere, männliche, berufserfahrenere Manager haben ein durchschnittlich höheres Bruttoeinkommen. Festangestellte, besonders in größeren Konzernen verdienen insgesamt besser.

In Bezug auf die Nutzung der Kanäle stehen Facebook (90%), Twitter (75%) und YouTube (55%) an der Spitze der Plattformen. Instagram verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr (42%) eine deutliche Zunahme in der Nutzung mit 53%. Der unternehmenseigene Blog wurde von mehr als 50% der Befragten genannt und weist somit keine Veränderung zum Vorjahreswert auf.

Quelle: bvcm.org/

Die Haupttätigkeit der Social Media- und Community-Manager ist Content-Marketing, gefolgt von Strategieentwicklung, Erfolgsmessung und Vermarktung.

Wer einen genaueren Blick auf die Aufgabenbereiche und Arbeitsbedingungen im Social Media-Management und Community-Bereich werfen möchte, hat die Möglichkeit sich den vollständigen Bericht beim BVCM herunterladen.

Ausblick auf 2017

Dezember ist die Zeit der Jahresrückblicke und Prognosen. Auch Michelle Dziuaban (Manager of Marketing Communications bei Tapinfluence) gibt in ihrem Artikel „10 Influencer Marketing Predictions  for 2017“ einen Ausblick auf das Influencer Marketing für das neue Jahr. Darin prognostiziert sie u.a. die Zunahme des Influencer-Marketing im B2B-Bereich, die verstärkte Wichtigkeit der Zielgruppen selbst, die zunehmende Verknüpfung des On- und Offline-Bereichs sowie die sinkende Glaubwürdigkeit von Celebrities in Bezug auf Produkt-Marketing.

Auch Brandwatch veröffentlichte eine Liste mit kommenden Twitter-Trends für das Jahr 2017. Dazu zählen u.a. Live-Broadcasting, „Trolls“, neue Kundendienst-Features, das Problem der Fake-News sowie die Vereinfachung der Nutzung von Twitter. Besonders über Fake-News wurde nicht zuletzt wegen der US-Präsidentschaftswahl häufig berichtet. Es bleibt abzuwarten, welche Lösungen Social Media-Plattformen im Jahr 2017 dafür finden werden.

Social Buzz zu Weihnachtskampagnen

Quelle: lead-digital.de/

Passend zur Weihnachtszeit wurden etliche Social Media Kampagnen gestartet. Hierbei ging erneut Edeka als „Sieger“ hervor, wie eine Auswertung des Social Buzz auf lead-digital.de zeigt. Dabei wurde der Buzz in Bezug auf Weihnachtskampagnen anhand von Häufigkeit, Nutzung von Hashtags und Twitter-Handles ermittelt. Über 2000 Beiträge auf Twitter, Facebook, YouTube und anderen Social Media Plattformen wurden hierfür in einem Zeitraum von knapp zwei Monaten untersucht. Das Ergebnis: Edekas Kampagne #Zeitschenken erzeugte bei Weitem den größten Buzz, gefolgt von Coca Colas Weihnachtstrucks und einem animierten Spot des Unternehmens Otto. Besonders auf Twitter griffen die User die Hashtags #Zeitschenken und #Marketing auf. Zu den einflussreichsten Autoren zählen (aufgelistet nach Follower-Zahl) u.a. die Welt und der Stern.

 

ÜBER DIE #SOMEMO-NEWS:

Einmal im Monat erstellen wir vom ForschungsWeb-Team einen kleinen Rückblick über die relevantesten Themen des Monats in den Bereichen Social Media Monitoring und Analytics. Die Themen identifizieren wir auf Basis eines Monitorings zum Keyword „Social Media Monitoring“. Dabei wählen wir Meldungen aus, die unseren Blog-Lesern einen inhaltlichen Mehrwert bieten.

 

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